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Erkältung und Grippe (Influenza)

 
Jeder kennt es: die Nase läuft, der Hals kratzt, Kopf- und Gliederschmerzen, Erschöpfungszustände, Müdigkeit.

Bei diesen Symptomen kann es sich entweder um eine harmlose Erkältung (grippaler Infekt mit Atemwegserkrankung) handeln oder aber auch um eine Grippe (Influenza-A-Viren) .

Eine Grippe bzw. Influenza ist eine akut auftretende, fieberhafte, durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit. Im Gegensatz zum grippalen Infekt , einer Erkältungskrankheit, handelt es sich bei der Grippe (Influenza) um eine ernste Erkrankung, die häufig mit Komplikationen verbunden ist und zum Tod führen kann. Während einer gewöhnlichen Influenzasaison rechnet man in Deutschland mit mindestens 400 Todesfällen. Die Grippe tritt saisonal in Epidemien auf, d.h. gehäuft zu einer bestimmten Zeit an bestimmten Orten.


Übertragungsformen:

  • Tröpfcheninfektion – durch direktes Einatmen von Expirationströpfchen (Ausatmungströpchen) z.B. durch Husten und Niesen infizierter Personen.
  • Kontaktinfektion (Schmierinfektion) auf Gegenständen oder Körperoberflächen (Haare, Haut und Gefieder) die anschließend in den Körper über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen gelangen.
Die Weitergabe der Viren eines infizierten Menschens beginnt bereits schätzungsweise nach 2-4 Tagen.


Symptome:
Symptome treten nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden bis Tagen auf. Generell sind sie unspezifisch und können mit jeder anderen akuten Atemwegserkrankung verwechselt werden. Charakteristisch ist der oft schlagartige Ausbruch der Erkrankung.


Symptome können sein:

  • Hals, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schnupfen: ein klares wässeriges Sekret, das nach und nach dickflüssiger wird bis hin zu einem grüngelben Schleim. Die Nasenschleimhäute sind angeschwollen, welches das Atemen durch die Nase erschwert.
  • Ohrendruck bis hin zu leichten Ohrenschmerzen
  • Zahnfleischschmerzen
  • hohes Fieber bis 40 Grad Celsius
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Augentränen
  • trockener Husten
  • trockene Kehle
  • Schüttelfrost
In seiner schwersten Verlaufsform kann eine Grippe (Influenza) bei vorerkrankten, immungeschwächten oder Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen ohne Impfschutz zu einer Lungenentzündung führen. Bei schwerst Fällen sogar innerhalb weniger Stunden zum Tod.


Weitere Komplikationen können sein:
Diese Erkrankungen können bei jedem Menschen, in jedem Alter auftreten, doch sind Menschen mit chronischen Herz-Lungen-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und Immundefekten sind besonders gefährdet.


Vorbeugungsmaßnahme: Impfschutz
Die Virusgrippe (Influenza) dauert bei Kindern und jungen Erwachsenen meist nur drei bis vier Tage. Bei Menschen mit verminderter Widerstandskraft kann sie jedoch schwer verlaufen und lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen, beispielsweise eine gefährliche Lungenentzündung .

Um sich vor dem schweren Verlauf einer Influenza zu schützen, sollten sich besonders gefährdete Personen möglichst jetzt gegen die Grippe impfen lassen. Die Impfung wird empfohlen für alle Menschen über 60 Jahren sowie für Personen mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislaufleiden, Bronchitis, Asthma, Rheuma, Nierenerkrankungen und Stoffwechselstörungen. Auch wer häufig mit vielen anderen Menschen in Kontakt kommt, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz, sollte sich gegen Grippe impfen lassen.

Der Impfstoff wird jedes Jahr der aktuellen biologischen Struktur des Erregers angepasst, denn das Virus verändert seine Eigenschaften von Saison zu Saison. Deshalb hält der Impfschutz auch nur ein Jahr.

Die Grippeschutzimpfung wird vom Hausarzt durchgeführt. Sie gehört zu den am besten verträglichen Impfungen und ist nebenwirkungsarm. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Quelle: www.aerztekammer-bw.de

Impfplan für Kinder
Impfplan für Erwachsene


Diagnose:
Eine genaue Diagnose kann nur durch einen Arzt erfolgen. Von Selbstdiagnosen und Selbstmedikation muss in jedem Fall abgesehen werden, da nur ein Arzt feststellen kann, ob es sich bei der Infektion um einen harmlosen grippalen Infekt oder um eine Grippe (Influenza) handelt. Je früher ein grippaler Infekt oder eine Grippe erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, dass die Grippe nicht lebensbedrohlich wird, oder eine „Verschleppung“ der Krankheit keine chronischen Erkrankungen nach sich zieht.

Erkältung und Grippe ist eine der » Die häufigsten Beschwerden der Deutschen
 
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