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Fußnagelpilz

 
Den Fußpilz erkennt man an weißlichen oder gelblichen Flecken, die sich in oder unter der Nagelschicht bilden. Manchmal zeigen sich auch schwarze Streifen. Darunter bildet sich immer ein Hohlraum. Der Fußpilz juckt oder schmerzt nicht. Das macht ihn besonders unberechenbar. Für die Diagnose sollte immer ein Facharzt - also ein Hautarzt - aufgesucht werden. Er nimmt Nagelproben und legt eine Kultur an, um die genaue Pilzart zu bestimmen. Nur so kann eine konkrete Behandlung erfolgen. Im Anfangsstadium reichen Lotion, Cremes oder sogenannte Nagellacke, die regelmäßig aufgetragen werden müssen.

Erst im fortgeschrittenen Stadium (der Nagel verdickt sich und bröckelt ab - die Nägel lösen sich) - oder wenn die lokale Anwendung nicht hilft, müssen Tabletten eingenommen werden. Dabei ist aber zu beachten, dass der Patient sein Blut regelmäßig kontrollieren lassen muss. Erhöhte Leberwerte können eine Nebenwirkung der Behandlung sein.


Die Arzneimittelkosten muss der Patient selber übernehmen. Die Krankenkasse zahlt lediglich die Behandlung des Arztes. Dabei gilt es folgendes zu beachten:
  • So früh wie möglich zum Arzt gehen, um einen Fußnagelpilz erkennen zu können
  • Die Behandlung ist langwierig. Meistens dauert eine Heilung bis zu einem Jahr.
  • Die Lotionen müssen regelmäßig - ohne Pause - angewandt werden
  • Es muss eine Endkontrolle durch den Arzt erfolgen, weil der Pilz schnell wieder kommen kann
  • Synthetische Strümpfe meiden
  • Schuhe mit einem Desinfektionsmittel behandeln
Den Pilz kann sich jeder "fangen". Speziell der Aufenthalt in Schwimmbädern, Saunen und Sportstätten birgt - neben der positiven Seite von Fitness und Wellness - auch immer ein gewisses Restrisiko. Aber auch das Barfußlaufen zuhause - gerade der Aufenthalt im heimischen Bad - dient als ideale Gefahrenquellen. Pilze bevorzugen feuchtwarmes Klima und halten sich mit Vorliebe dort auf, wo Wasser im Spiel ist.

Deshalb sollten Betroffene auch Rücksicht auf Familienangehörige nehmen. Schließlich dienen auch gemeinsam benutzte Handtücher, feuchte Fußmatten und Teppiche, sowie "ausgeliehene" Schuhe als unerschöpfliches Pilzreservoir. Vorbeugende Maßnahmen sollten hier an erster Stelle stehen - beispielsweise mit eigenen Fußhandtüchern für jedes Familienmitglied. Aber auch die Schuhe der Betroffenen sollten täglich gewechselt und gut gelüftet werden. Nur so sind den ungebetenen Gästen Grenzen gesetzt, eine Übertragung wird weitgehend ausgeschlossen.

Nagelpilz sollte so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Je früher - desto besser.


Quelle: www.wdr.de
 
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