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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

 
Bei der Magenschleimhautentzündung unterscheidet man zwischen akuter Magenschleimhautentzündung und chronischer Magenschleimhautentzündung.

Die häufigste Form ist die Akute. Sie verläuft meistens harmlos und kann durch folgende Faktoren ausgelöst werden durch z.B.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit (Nahrungsmittelallergie)
  • Lebensmittelvergiftung
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Zigarettenkonsum
  • Vergiftungen (durch Säuren oder Laugen)
  • zu kalte oder heiße Speisen oder Getränke
  • Medikamentenunverträglichkeit (z.B. bei Krebstherapie)
  • durch Stress
Eine chronische Magenschleimhaut besteht über einen längeren Zeitraum und wird in drei verschiedenen Typen unterteilt:
  • Typ A: atrophische Gastrits, Autoimmungkrankheit mit bisher noch ungeklärter Ursache
  • Typ B: Bakterielle-Gastritis, häufigste Form der chronischen Gastritis verursacht z.B. durch das Bakterium Helicobacter pylori
  • Typ C: Chemische-Gastritis, ausgelöst durch chemische Substanzen z.B. Acetylsalizylsäure, aber auch durch übermäßigem Alkohol oder Nikotinkonsum

Symptome können sein:
  • Brennen in der Magengegend bis hin zur Speiseröhre
  • krampfartige Magenschmerzen
  • Bauchdruck
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen

Diagnose
Eine Diagnose kann nur durch einen Arzt erfolgen, z.B. durch:
  • Schilderung der Symptome des Patienten
  • Abtasten des Oberbauches (meist schmerzhaft)
  • Blutuntersuchungen (Entzündungswerte, Anitkörpertiter, Harnstofftest, z.B. zum Nachweis von Helicobacter pylori )
  • Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
  • Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Biopsie (Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben) auf Entzündungen, Geschwüre oder Tumore (Magenkrebs)

Therapie bei akuter Magenschleimhautentzündung:
  • Verzicht auf säurehaltige Speisen- und Getränke
  • fettarme Speisen
  • keine stark gewürzten Speisen
  • kein Alkohol, Kaffee (reizen den Magen)
  • Rauchverzicht
  • Stress reduzieren
  • eventuell säurebindende Mittel einnehmen (z.B. Maaloxan, Riopan, Rennie)
Sollten die Beschwerden auch bei vorstehender Therapie länger anhalten, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf. Die Therapie erfolgt je nach Gastritis Typ, z.B. bei Typ A, oft durch Zugabe (Spritzen) von Vitamin B 12, bei Typ B z.B. durch Antibiotika.

von einer Eigendiagnose oder Selbstmedikation sollte unbedingt abgesehen werden, da nur ein Arzt die Ursache feststellen kann und die richtige Therapie verordnet.


Nützliche Tipps zur Vorbeugung:
  • Stress reduzieren
  • Auf Zigaretten generell verzichten (hilft auch andere Krankheiten vorzubeugen )
  • Alkohol nur in Maßen
  • Kaffeekonsum reduzieren
  • Ausgewogene, regelmäßige, nicht zu fette und gewürzte Speisen
 
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