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Kopfläuse

 
Läuse haben nichts mit Hygiene zu tun. Sie sind weltweit verbreitet und fühlen sich ebenso auf sauberen Köpfen wohl. Läuse gehören zu den Parasiten.




Kopfläuse werden ca. 3 mm groß und haben eine grau-bräunliche Färbung.


Ihre Lebensdauer beträgt nur wenige Wochen. Läuse haben keine Flüge und können somit weder fliegen, schwimmen oder springen. Die krallenartigen Beinfortsätze helfen ihnen, am Haar zu haften. Kopfläuse leben hauptsächlich auf dem behaarten Kopf des Menschen, können aber auch andere behaarte Stellen des Körpers, wie z.B. Augenbrauen, Bart, Achselhöhlen befallen. Läuse haben einen Stechrüssel, mit dem sie in die Kopfhaut stechen und mehrmals täglich Blut zu sich nehmen. Am besten entwickelt sich eine Kopflaus bei feucht-warmen Klima und einer Temperatur ab ca. 30°C. Aus diesem Grund kommen Läuse im Sommer häufiger vor als im Winter. Lausweibchen legen pro Tag mehrere Eier ab, die durch eine durchsichte Ei-Hülle geschützt sind. Innerhalb von ca. einer Woche schlüpfen die Larven und sind ca. 1 – 2 mm groß. Die Larven erreichen ihre Geschlechtsreife nach etwa 10 Tagen und können ab dann wiederum Eier ablegen.

Jeder Lausbefall ist den öffentlichen Einrichtungen (KITA, Kindergarten, Schule, etc.) zu melden – MELDEPFLICHT!
Diese Einrichtungen dürfen in der Zeit des Befalls nicht besucht werden. Nach erfolgreicher Behandlung dürfen die Einrichtungen allerdings ohne ärztliches Attest wieder besucht werden.


Übertragungswege:
Häufig wird immer noch der Irrglaube vertreten, dass Läuse nur durch direkten Kontakt von Kopf zu Kopf übertragen werden können. Dieses ist zwar der direkte Übertragungsweg aber keinesfalls der einzige, da es ebenso indirekte Übertragungswege gibt wie:
  • Kämme und Bürsten, Haarspangen und Tücher, Kleidungsstücke, wie z.B. Mützen, Schals etc.
  • Kleidungsstücke (z.B. Jacken, die häufig in Schulen eng aneinander hängen)
  • Bettwäsche
  • Polster, Teppiche
  • Plüschtiere
  • Spielsachen
  • etc.

Symptome – Beschwerden
Dadurch, das die Laus mit dem Stechrüssel in die Kopfhaut einsticht (ca. 3 Mal am Tag), entstehen Stichwunden, die meistens mit einem starken Juckreiz verbunden sind. Durch das Kratzen können Bakterien in die Stichwunde eindringen, die wiederum eine Infektion hervorrufen kann, so dass bei Krusten, Schuppen- oder Pustelbildung irrtümlich angenommen werden könnte, es handele sich um ein Ekzem. Besonders die Bereiche hinter den Ohren, im Nacken oder Hinterkopf sind häufig betroffen.


Diagnose:

Häufig sind die Eltern selbst in der Lage durch Beobachtung Ihres Kindes (häufiges Kopfkratzen) und durch Absuchung des Kopfes zu erkennen, ob ein Lausbefall vorliegt, da Läuse oder die Lauseier (Nissen) mit bloßem Auge gut zu erkennen sind. Bei Unsicherheiten ist es ratsam den Arzt aufzusuchen.



Therapie:
Es gibt unzählige, gut funktionierende Mittel (Insektizide), die in verschiedenen Formen z.B. als Shampoo oder Haartinktur verabreicht werden können. Diese sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Bitte informieren Sie sich über Nebenwirkungen und der richtigen Handhabung bei ihrem Arzt oder Apotheker. Läusevernichtungsmittel, die durch den Arzt verordnet werden, sind für die Behandlung von Kindern kostenlos und werden von der Krankenkasse übernommen. Da die Läuseeier eine Behandlung mit Läusevernichtugnsmitteln überleben können sollte eine weitere Behandlung damit nach ca. 9 Tagen nochmals vorgenommen werden. Behandlungen durch heiße Luft oder insektizitfreien Mitteln sind ungeeignet, Läuse bis zu einer Temperatur von ca. +50°C und -10°C resistent sind.

Zur Entfernung der Läuseeier hilft ein Nissenkamm. Ein normaler Kamm oder Bürste ist für die Entfernung der Nissen ungeeignet. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker genau über die Handhabung eines Nissenkamms, da nur bei sachgerechter Handhabung die Entfernung Erfolg versprechend ist. Die Auskämmung der Nissen, bzw. Nissenhüllen kann je nach Haarlänge Wochen bis Monate dauern.



Weitere Vorgehensweisen:
  • Reinigung von Kämmen, Bürsten, Kleiderbürsten am besten, wenn möglich in kochendem Wasser legen.
  • Polster, Teppiche und Fußböden möglichst mit keimabtötenden Mitteln (Sagrotan, Domestos etc.) reinigen.
  • Wäsche, Handtücher, Bettwäsche und waschbare Plüschtiere möglichst ab einer Temperatur von 60°C, wenn möglich heißer waschen, da Läuse bis zu einer Temperatur von ca. 50°C hitzeresistent sind.
  • Nichtwaschbare Sachen wie z.B. Plüschtiere oder Anderes können auch in einem Plastiksack verpackt in einem Gefrierschrank bei einer Temperatur ab –15°C, wenn möglich eine Woche lagern. Die Läuse und Eier werden somit unterkühlt und sterben ab.
 
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