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Arthrose

 
Die Arthrose ist eine chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenkveränderung infolge eines Missverhältnisses zwischen Tragfähigkeit und Belastung; es handelt sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, die zum rheumatischen Formenkreis gehört. Sie ist die häufigste Erkrankung (ca. 55%) innerhalb der rheumatischen Erkrankungen. Im Gegensatz zur Arthritis sind bei der Arthrose die Gelenke nicht entzündet, sondern abgenutzt. Durch die Abnutzung des Gelenkknorpels wird nach und nach die gesamte Knorpelschicht der Gelenkoberfläche zerstört. Dadurch das das schützende Gelenkknorpel zerstört ist, reiben die Knochen direkt aneinander. Dieses bereitet dem Arthrose-Patienten nicht nur starke Schmerzen, sondern fördert durch die Reibung ebenfalls die Abnutzung des angrenzenden Knochengeweben.

Häufig befallene Gelenke:
  • Wirbelsäule (Spondylose, Spondylarthrose)
  • Hüftgelenke (Coxarthrose)
  • Kniegelenke (Gonarthrose)
  • Fingergelenke (Fingerpolyarthrose)






Ein Gelenkverschleiß an mehreren Gelenken gleichzeitig wird auch Poly-(griech. = viel oder mehrere) arthrose genannt.

Ursachen können sein:
  • Genetische Veranlagung
  • Übergewicht
  • angeborene Fehlstellungen der Gelenke
  • Schädigung der Gelenke nach Unfällen oder infolge Überbeanspruchung (Sportler)
  • Abnützung der Gelenke mit zunehmenden Alter
Frauen sind häufiger von Arthrose betroffen als Männer


Symptome
  • Gelenksteifheit (besonders Morgens)
  • leichte bis starke Schmerzen (besonders bei Belastung)
  • evtl. chronische Schmerzen
  • Verdickung und/oder Deformierung der Gelenke
Wenn zur Gelenksarthrose noch eine entzündlicher Anteil dazukommt mit Überwärmung, Schwellung und Schmerzen im betroffenen Gelenk, spricht man von einer aktivierten Arthrose.


Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Anammnese (Krankengeschichte) bzw. durch Erfragung der Symptome, weiterhin durch Röntgen des betroffenen Körperteils, um Gelenkveränderungen oder Deformierungen erkennen zu können. Blutuntersuchungen werden i.d.R. durchgeführt, um andere Gelenkerkrankungen, wie z.B. Gicht auszuschließen.

Therapie

Allgemeine Massnahmen
  • Entlastung der Gelenke (Gewichtsabnahme, Einlagen in den Schuhen etc.)
  • Physiotherapie z.b. Krankengymnastik, Wärmebehandlung, Massagen, Elektrotherapie, etc.
  • Ernährungsumstellung


Medikamentöse Therapie

Eine Medikamentöse Therapie kann nur ein Arzt individuell festlegen. Von einer Selbstdiagnose oder Eigenbehandlung sollte unbedingt abgesehen werden, da diese dem Körper, bei Einnahme falscher Medikamente großen Schaden zufügen kann.


Operative Möglichkeiten:

Bei stark arthrotisch veränderten Gelenken ist oft ein künstlicher Gelenksersatz durch eine Endoprothese nicht zu umgehen.

Dadurch, dass eine Arthrose eine Abnutzungserscheinung ist, ist diese nicht heilbar, denn Gelenke, die abgenutzt sind, kann der Körper nicht wieder herstellen. Der Verlauf der Arthrose ist individuell verschieden, so kann bei dem einen die Krankheit langsam voranschreiten, mit Periodisch kaum Schmerzen oder anderen Beeinträchtigugen. Bei anderen hingegen der Krankheitsverlauf sehr stark voranschreitet, begleitet von starken Schmerzen, diese Patienten benötigen in der Regel auch einen frühen Gelenkersatz.
 
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