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Blaue Flecken (Hämatome): Nicht immer nur harmlos

 
Ein Stoß, ein Sturz, eine Prellung: ein blauer Fleck lässt grüßen! Manchmal direkt danach, manchmal erst nach Tagen. Dahinter steckt eine Verletzung von Blutgefäßen mit Blutaustritt in das umliegende Gewebe. Innerhalb einiger Tage zeigt der Bluterguss wechselnde Violett- und Grüntönungen, wird blasser und wird über den Stoffwechsel des Gewebes resorbiert. Starke Blutungen gehen zusätzlich mit Schwellungen einher. Sofern die Muskeln und Gelenke betroffen sind, kann deren Funktionsfähigkeit vorübergehend erheblich beeinträchtigt sein.



Zum Glück sind blaue Flecke im Alltag meist harmlos. Manchmal können sie aber auch bedrohlich sein, etwa dann, wenn beim Betroffenen die Blutgerinnung verlangsamt ist. Auch eine Arteriosklerose kann spröde und unelastisch gewordene Blutgefäße spontan platzen lassen. Bluthochdruck kann das Risiko für eine solche Spontanblutung noch einmal deutlich erhöhen.



Gegen den im Normalfall oberflächlichen Bluterguss leistet die rasche Kältebehandlung (Kühlsprays, Kühlakkus, kaltes Wasser) gute Dienste. Das hält die Blutung möglichst gering. Dem starken Bluterguss kann man für etwa 24 Stunden mit kalten feuchten Umschlägen zu Leibe rücken und die betroffene Körperpartie hoch lagern. Ferner empfehlen sich Verbände mit abschwellenden, entzündungshemmenden und schmerzstillenden Salben – vor allem für die Nacht.



Wer einen sehr großen Bluterguss hat, unter ausgeprägten Schwellungen, starken Schmerzen oder unter Verletzungen an Kopf, Augen oder im Genitalbereich leidet, sollte in jedem Falle den Arzt aufsuchen.

Blutungen lebenswichtiger Organe, etwa von Gehirn oder Herz, gehen meist mit erheblichen Beschwerden, Lähmungserscheinungen oder Schmerzen im Brustkorb einher. Auch hier gilt: Sofort zum Arzt!

Autor: Dr. Wolfgang Oestreich
Quelle/Text: Prisma
 
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