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Krampfadern |
| | Gerade jetzt in der warmen Jahreszeit sind sie besonders unangenehm: Krampfadern. Sie sehen unschön aus und verursachen häufig Beschwerden, vor allem bei Hitze. Viele versuchen sie unter langen Hosen oder Röcken zu verstecken, was in den Sommermonaten besonders lästig ist.
Krampfadern ist eines der häufigsten Krankheitsbilder überhaupt - ein echtes Volksleiden! Mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet unter Krampfadern, den knotenförmig erweiterten und geschlängelten Venen, die medizinisch Varizen (lat. varix = Knoten) genannt werden. Der Begriff Krampfader leitet sich vom Althochdeutschen ab, wo krimphan „sich krümmen, sich krampfhaft zusammenziehen“ bedeutet.
Eine Krampfader wurde früher als Krummader bezeichnet. Es ist nicht geklärt ob sich dieser Begriff auf den geschlängelten Verlauf bezieht oder auf die nächtlichen Wadenkrämpfe, die als Symptom auftreten können. Doch wie kommt es zu Krampfadern und welche Blutgefäße sind davon betroffen?
Aufbau und Funktion des Gefäßsystems
Das Gefäßsystem des Menschen besteht aus Arterien und Venen. Arterien sind die Blutgefäße, die sauerstoffreiches Blut vom Herzen weg, genauer gesagt aus der linken Herzhälfte, zu den Organen (Gehirn, Leber, Niere) transportieren, die den Sauerstoff verbrauchen. Venen transportieren das sauerstoffarme Blut dann zurück zur rechten Herzhälfte, von wo aus es in die Lunge gelangt, um dort erneut mit Sauerstoff gesättigt zu werden.
Das Herz pumpt Blut mit hohem Druck in die Arterien, deren Wand dick und muskulös ist. In den Venen strömt das Blut viel langsamer und unter niedrigerem Druck, so dass diese nur eine relativ dünne Wand besitzen. Das Blut aus der unteren Körperhälfte muss gegen die Schwerkraft nach oben transportiert werden. Um dies zu erleichtern besitzen die oberflächlichen Venen der Extremitäten so genannte Taschenklappen. Das sind zwei Ausstülpungen der inneren Venenwand, die sich gegenübersitzen und zusammen eine Art Ventil bilden, das den Blutstrom in Richtung Herzen leitet. Um einen Rückfluss nach unten zu verhindern, entfalten sich die Taschenklappen. Unterstützt wird das Klappensystem durch die Skelettmuskulatur, die eine solche Vene umgibt. Bei Betätigung der Muskulatur wird die Vene zusammengedrückt und das Blut wird zum Herzen gepresst. Der Rückfluss zum Herzen ist also am größten, wenn die „Muskelpumpe“ betätigt wird, sprich wenn man sich bewegt.
Quelle: www.bkkgesundheit.de
Weitere Informationen:
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