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Überhitzung des Körpers

 


Sommer, die schönste Zeit des Jahres.
Nicht nur ältere, schwache Menschen, oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten fallen den hohen Temperaturen zum Opfer.

Oft sind es auch Menschen, die die Gefahr der hohen Temperaturen unterschätzen.



Der menschliche Körper hat eine natürliche Wärmeregulierung, um das Temperaturniveu möglichst konstant zu halten. Dieses gilt allerdings für alle Säugetiere und auch für Vögel. Das Biosystem der Menschen reguliert die Körpertemperatur so, dass er eine gleich bleibende Körpertemperatur von 37°C hat. Für die konstante Körpertemperatur sorgt ein ausgeklügeltes biologisches Kühlungssystem. Auf der äußeren Lederhaut sind ca. 30.000 Temperaturfühler (Thermorezeptoren) verteilt und senden ständig ihre Messergebnisse an das Steuerzentrum im Zwischenhirn. Jede Muskelkontraktion, jede Bewegung des Körpers braucht Energie. Diese Energie gewinnt der Körper indem er Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß verbrennt. Die Biomaschine Mensch arbeitet bei der Verbrennung jedoch lediglich mit einem Wirkungsgrad von circa 25 Prozent. Dass heißt, vier Kalorien müssen verbrannt werden, um eine Kalorie in Arbeit umzusetzen. Die restlichen drei Kalorien gehen als Wärme verloren. Durch körperliche Anstrengung und Hitze wird der Körper zusätzlich erwärmt. Selbst auf geringe Abweichungen der Solltemperatur (37°C) führt zu Störungen.

Bei Hitze erweitern sich die Hautgefäße, so dass mehr Blut zirkuliert. Dadurch wird die überflüssige Hitze in die Außenhaut abgegeben. Reicht das nicht aus, wird Wasser aus dem Blut über die Schweißdrüsen abgegeben. Die Körperwärme wird dann genutzt, um den Schweiß auf der Haut zu verdunsten.

Besonders wichtig ist, das das ausgeschwitzte Wasser dem Körper wieder zugeführt wird, da ansonsten das Blut zähflüssiger wird. Das Herz muss stärker pumpen. Dadurch wird dem Herzen zusätzlich Leistung abverlangt. Kann der Schweiß nicht verdunsten, kommt es zu einem Hitzestau. Die Körpertemperatur steigt. Ab einer Körpertemperatur von über 42° C stirbt der Mensch am Hitzetod, aufgrund von Sauerstoffunterversorgung aller Organe und aufgrund von Versagen der Herz-Kreislauf- und Atmungsorgane.


Symptome für Überhitzung können sein:
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kreislaufbeschwerden

Wichtige Tipps:
  • Viel trinken, mindestens 2 –3 Liter pro Tag, z.B Wasser, Säfte, Tees etc.
  • Auf Alkohol verzichten (belastet den Kreislauf und steigert Wasser- und Salz-Verlust)
  • Leichte Kost essen (z.B. Obst, leichtes Gemüse – fettes Essen erzeugt bei der Verdauung zusätzlich Wärme)
  • Salzhaushalt ausgleichen (z.B. Essen nachsalzen)
  • Körperliche Anstrengung in der Hitze meiden
  • Die direkte Sonne meiden (möglichst viel im Schatten aufhalten)
  • In der Sonne immer Kopfbedeckungen tragen

Bei Herzrasen, Kreislaufzusammenbruch oder Bewusstlosigkeit handelt es sich um einen Notfall! SOFORT EINEN ARZT RUFEN!!!

Erste Hilfemaßnahmen einleiten:
  • Hinlegen des Betroffenen an einem kühlen Ort mit Luftzirkulation, beengende Kleidung öffnen,
  • kühle, mineralhaltige Getränke oder Elektrolytlösungen zum Trinken geben – keine zu kalten Getränke!
  • Senken der Köpertemperatur durch Kältekompressen oder Eisbeutel, die in den Nacken, die Leiste oder die Achselhöhlen gelegt werden und/oder durch Auflegen von kalten Tüchern; Wind zu fächern usw.

Babys und Kinder
  • Babys und Kinder gehören immer in den Schatten., möglichst an einem kühlen Ort mit Luftzirkulation, (keine Zugluft)
  • Die Kleidung sollte leicht sein, um einen Hitzestau unter der Kleidung zu vermeiden. Immer auf Kopfbedeckungen achten.
  • Auf reichlich Flüssigkeitszufuhr achten!

Kinder im Auto bei Hitze ist lebensgefährlich: Die Innentemperatur steigt ständig. Die Innentemperatur kann im Sommer Werte bis zu 70°C erreichen. Deshalb Kinder niemals im Auto zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit. Es drohen Hitzetod und Erstickungsgefahr!!!!


Das gilt auch für Tiere.
 
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