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Makuladegeneration des Auges (MD)

 
Nicht einmal 10 Prozent der Deutschen kennen die Krankheit, an der jährlich rund 300.000 Personen neu erkranken – die Makuladegeneration des Auges (MD). Eigentlich erstaunlich, denn mehr als 80 Prozent aller zur Behinderung führenden Sehstörungen bei den über 50-Jährigen sind auf diese Krankheit zurückzuführen.
Ort des Geschehens ist ein kleines, zentral auf der Netzhaut gelegenes Areal von Sehzellen („Makula“), mit dem beim Geradeaussehen die schärfste Bildwahrnehmung punktuell möglich ist.

Mit zunehmenden Alter kann es zum Untergang der Sehzellen im Makulabereich kommen. Diese Makuladegeneration ist schmerzlos. Sie kann in kurzer Zeit zur erheblichen Sehbehinderung führen („feuchte Degenration“) oder sich über viele Jahre entwickeln („trockene Degeneration“). Als Ursache werden Stoffwechseldefizite vermutet.




Wie erkenne ich, ob ich betroffen bin? Alarmzeichen sind Veränderungen bei der Wahrnehmung des scharfen Sehens, z.B. eine Verzerrung von Buchstaben, die Biegung von eigentlich gerade verlaufenden Linien, dunkle Flecken im Gesichtsfeld, plötzliches Verschwinden und Wiederkommen von Bildteilen.














normale Sicht




verformte Linien

unvollständiges Gitter

dunkle Flecken


Eine Sehveränderung rückgängig zu machen, ist nahezu unmöglich. Verlangsamung oder Stillstand der Verschlechterung stehen im Vordergrund aller Therapiebemühungen. Eine Standarttherapie gibt es nicht – es kommt auf den Patienten an.

Entsprechend weitreichend können die Therapieversuche sein. Sie reichen von der Behandlung von Risikofaktoren über die Ernährungsumstellung bis hin zu Infusionen, Ozonbehandlung, Akupunktur und Laserbehandlung.
Infrage kommen auch operative Netzhautkorrekturen, die Gefäßverödung an der Netzhaut oder der Einsatz einer Brille. Auf jeden Fall ist bei den ersten Alarmzeichen eine frühzeitige und allgemeinärztliche Abklärung dringend ratsam.

Autor: Dr. Wolfgang Oestreich
Quelle/Text: Prisma
 
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