|
Blaulichtfilter gegen UV-Strahlen |
| | Hintergrund: Blaulichtfilter
Den positiven Einfluss des Sonnenlichts auf unser Wohlbefinden kannten schon die alten Griechen und Römer – doch Sonnenstrahlen, und besonders ihr ultravioletter Anteil, wirken auch zerstörerisch. Vielfach unbekannt ist allerdings die Tatsache, dass auch Bereiche des sichtbaren Lichtes Schäden verursachen können - speziell das energiereiche Blaulicht mit einer Wellenlänge von 380 bis 500 Nanometern ist gefährlich. Es kann eine photochemische Schädigung der stäbchenförmigen Lichtsinneszellen und dem so genannten Pigmentepithel, der besonders pigmentreichen äußeren Schicht der Netzhaut, verursachen. Zwar verfügt unsere Netzhaut über einen Schutzmechanismus der dafür sorgt, dass giftige Stoffwechselprodukte abtransportiert werden, doch diese Fähigkeit zum Selbstschutz lässt im Alter nach. Die Folge: Photochemische Schäden summieren sich und es kommt – bildlich gesprochen – zu einer inneren Vergiftung des Gewebes. Schäden, die auf diese Weise zustande kommen, sind irreversibel und gelten als Faktoren, die eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) auslösen können.
Die natürliche Augenlinse schützt die Netzhaut vor energiereichem Blaulicht, indem sie im Alter zunehmend Pigmente einlagert, sich gelb färbt und dadurch in der Lage ist, blaues Licht zu filtern. Dadurch, dass bei einer Katarakt-Operation die körpereigene Augenlinse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt wird, geht dieser natürliche Schutz verloren. Um aber auch nach der Katarakt-Operation die Netzhaut vor energiereicher Strahlung abzuschirmen, werden neuerdings auch Intraokularlinsen zusätzlich zum herkömmlichen UV- mit einem Blaulichtfilter versehen. Der schützende Effekt des Blaulicht-Filters konnte bereits in laborexperimentellen Studien nachgewiesen werden – Erkenntnisse aus Langzeit-Studien werden allerdings frühestens in fünf bis zehn Jahren vorliegen, da diese speziellen Intraokularlinsen erst seit drei Jahren auf dem deutschen Markt verfügbar sind. Für junge Katarakt-Patienten und solche, bei denen bereits erste Anzeichen einer AMD diagnostiziert wurden, ist er laut Experten auf jeden Fall anzuraten, um Langzeitschäden der Netzhaut vorzubeugen.
Entsprechend ihres natürlichen Vorbildes sind auch die künstlichen ReSTOR-Linsen gelblich gefärbt und können so blaues Licht absorbieren. Der Seheindruck ist dabei ganz natürlich, der Patient sieht also nach der Implantation nicht etwa wie durch einen gelben Schleier. Im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen stellte sich sogar heraus, dass Katarakt-Patienten, bei denen in ein Auge eine klare und in das andere Auge eine Linse mit Blaulichtfilter eingesetzt worden war, keinen Unterschied im Hinblick auf Kontrast- oder Farbsehen bemerkten.
weitere Informationen:
www.brille-im-Auge.de
oder
über die Hotline-Nr. 01805-999691 (12 Cent/Min)
oder
www.refraktiv.com
| | |
|
|