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Die Brille im Auge? |
| | Neue Technologie bedeutet Durchbruch für Multifokallinsen.
Laut der Beaver Dam Eye Study (USA) ist rund jeder zweite über 65-jährigen Menschen vom Grauen Star und damit langfristig von einer sehr starken Sehbehinderung oder gar Erblindung betroffen.
Die einzig mögliche Behandlung ist der operative Austausch der getrübten Augenlinse gegen eine klare Kunstlinse, die so genannte Intraokularlinse (IOL). In Deutschland werden jährlich ca. 600.000 Intraokularlinsen implantiert – zum Einsatz kommen aber meist Standard-Modelle, die den Patienten nur in einer bestimmten Entfernung scharf sehen lassen, da sie das Licht nur in einem einzigen Punkt bündeln können. Für alle anderen Sehbereiche benötigen die Träger dieser Monofokal- oder Einstärken-Linse mindestens eine – meist sogar zwei Brillen oder eine teure Gleitsichtbrille. Die Lösung dieses Problems versprechen Multifokal-Linsen, die dem Patienten eine optimale Sicht sowohl in Nah- als auch in Fernbereichen ermöglichen sollen. Leider war die Sehqualität, die mit den ersten Modellen erzielt wurde, eher mäßig: Die Patienten klagten unter anderem über starke Blendungseffekte, die sogar so dramatisch sein konnten, dass eine Explantation nötig wurde. Auch der Wunsch nach Brillenfreiheit ging nur bei einem geringen Prozentsatz in Erfüllung. In aktuellen klinischen Studien erzielt eine neue Technologie, die erstmals verschiedene optische Systeme kombiniert, endlich viel versprechende Ergebnisse: Mit der ReSTOR-Technologie können 80 Prozent der Operierten gänzlich auf eine Brille verzichten und die gefürchteten Nebeneffekte treten – wenn überhaupt – nur in sehr abgeschwächter Form auf.
Die Intraokularlinse – einzige Therapie bei Grauem Star
Der Graue Star – auch Katarakt genannt - kommt schleichend: Die Sehkraft lässt nach, Kontraste und Farben verblassen. Das Lesen wird immer anstrengender, ein nebliger Schleier legt sich über das gesamte Sichtfeld. Gegen die Eintrübung der Augenlinse gibt es bislang keine medikamentöse Behandlung, zur Wiederherstellung einer klaren Sicht muss die körpereigene Linse durch eine Kunstlinse, eine Intraokularlinse, ersetzt werden. Grundsätzliches Problem der Intraokularlinsen allerdings ist, dass sie nicht fähig zur Akkommodation sind, das heißt sie sind nicht wie die natürliche Augenlinse in der Lage, sich durch Verformung auf Nah- und Fernbereiche einzustellen. Aus diesem Grund können Patienten, denen eine monofokale Intraokularlinse implantiert wurde, nur einen einzigen Bereich scharf sehen und sind für den Rest ihres Lebens auf mindestens eine, meist aber sogar zwei Brillen angewiesen.
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| Seheindruck: "Veringerter Kontrast" |
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Seheindruck "Blendeffekte" |
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| Seheindruck: "Gestörtes Farbsehen" |
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Seheindruck "Unschärfe" |
Multifokallinsen versprechen scharfe Sicht für Nah und Fern
Schon seit einigen Jahren gibt es Multifokallinsen, die – ähnlich einer Gleitsichtbrille – den Patienten eine scharfe Sicht sowohl für Nah- als auch Fernbereiche ermöglichen sollen. Dieses multifokale Sehen wurde bislang entweder über das Prinzip der Lichtbrechung (Refraktion) oder der Lichtbeugung (Diffraktion) erreicht. Während bei der Refraktion die Lichtstrahlen beim Passieren einer glatten, kontinuierlichen Linse zu einem festen Brennpunkt hin gekrümmt werden, funktioniert die Diffraktionsoptik über kleine kreisförmige Stufen auf der Linsenoberfläche, die die Ausbreitung der Lichtwellen unterschiedlich beeinflussen. An den Punkten, an denen sich die resultierenden Lichtwellen wieder schneiden, entstehen scharfe Bilder – also mehrere Bereiche des scharfen Sehens.
In der Vergangenheit waren Multifokal-Linsen nicht unumstritten, da nur ein geringer Prozentsatz der Patienten nach der Operation tatsächlich brillenfrei leben konnte und die Beeinträchtigung der Sehqualität mitunter so star waren, dass bereits implantierte Linsen sogar wieder ausgetauscht werden mussten.
Die ReSTOR-Technologie setzt neue Maßstäbe
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Die neue ReSTOR-Technologie kombiniert nun die meist separat verwendeten optischen Prinzipien der Refraktion und Diffraktion und optimiert die Sehqualität darüber hinaus erstmalig mittels der so genannten Apodisierung. Professor Dr. Thomas Kohnen von der Universitäts-Augenklinik in Frankfurt erläutert die neue Technologie folgendermaßen: „Unter der so genannten Apodisierung versteht man die kontinuierliche Abnahme der diffraktiven Stufenhöhen. Dadurch werden Streueffekte minimiert und die Lichtausbeute auf über 90 Prozent gesteigert. Für meine Patienten bedeutet das eine wesentlich verbesserte Kontrast- und Tiefenschärfe im Vergleich zu den älteren Multifokallinsen-Modellen und die Reduzierung von Nebeneffekten wie Lichthöfe, Blendempfindlichkeit und Nachtsichtproblemen auf ein Minimum! In unseren klinischen Untersuchungen waren tatsächlichen 80 Prozent der Patienten nach Einsatz der neuen ReSTOR-Linsen völlig unabhängig von einer Brille für die Ferne und den Lese-Visus.“ Dies ist der höchste Prozentsatz, der je nach Implantation von Intraokularlinsen erreicht wurde und doppelt so hoch wie mit herkömmlichen Multifokallinsen.Im September 2005 wurde die ReSTOR-Linse mit Blaulichtfilter nach Abschluss der erforderlichen Studien von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und wird nun auch in Deutschland implantiert.
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weitere Informationen:
www.brille-im-Auge.de
oder
über die Hotline-Nr. 01805-999691 (12 Cent/Min)
oder
www.refraktiv.de
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